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Erlebnisbericht von Andreas aus Engelberg/Stans

Andreas Eisenring, 3. September 2019

Als ich mich im Frühling mit der OL-Saison befasste, stach mir ein Termin ins Auge: Das Weekend in der Zentralschweiz mit einem nationalen OL über die Mitteldistanz am Samstag und der SPM in Stans am Sonntag. Da wir in Engelberg eine Ferienwohnung haben und im Winter immer dort Ski fahren, war für mich klar dass ich dort teilnehmen muss. So reiste ich am Samstag nach Engelberg und danach mit der Gondelbahn hoch auf den Trübsee. Da sah ich schon, dass meine Vermutung, wo der Start und das Ziel sind, richtig war. In den Weisungen stand, dass der Weg zum Startpunkt nur 20 Meter beträgt. Also wusste ich, dass es am Start schnell gehen muss, um den Weg zum ersten Posten zu finden. So galt es die gute Vorbereitung noch in die Tat umzusetzen.

Als das Startsignal ertönte, nahm ich die Karte und suchte das Dreieck. Als ich es gefunden habe, suchte ich die Richtung zum ersten Posten und rannte einmal los. Ich hatte gerade etwas Mühe die Höhenkurven um den Start zu interpretieren. Doch ich dachte das ist momentan egal. Also rannte ich Richtung ersten Posten. Da sah ich schon einen Posten. Das Postenobjekt (Anfang eines Rinnsals) schien richtig zu sein. So lief ich Richtung Posten um die Nummer zu kontrollieren. Da es leicht bergab ging, versuchte ich den Schwung möglichst mitzunehmen. Plötzlich blieb ich mit meinem linken Fuss an einem kleinen Stein hängen und kam ins Trudeln. Ich konnte mich nicht mehr halten und viel auf den Bauch. Dabei schlug ich mein Knie am Boden an. Im ersten Moment schmerzte es, doch nach ein paar Schritten spürte ich es nicht mehr gross. Also lief ich weiter zum ersten Posten und kontrollierte die Nummer. Mist, es war der falsche Posten. So schaute ich auf die Karte und versuchte herauszufinden, wo ich denn nun genau bin. Doch das Postenobjekt stimmte meiner Meinung nach und auf der Karte war es das einzige Rinnsal. Also schaute ich zurück und versuchte anhand der Höhenkurven herauszufinden, wo ich bin. Da sah ich, dass ich noch ein wenig zu wenig weit gerannt bin. Also ging ich noch etwas weiter. Plötzlich sah ich einen Stein vor mir. Ich suchte ihn auf der Karte und wusste nun, dass ich jetzt ein wenig zu weit gerannt bin. So drehte ich mich um und rannte kurz zurück. Da sah ich wieder einen Posten an einem Rinnsal. So rannte ich zum Posten und sah die richtige Nummer. So konnte ich ihn Stempeln und zum nächsten Posten laufen.

Die nächsten Posten verliefen recht gut. Auf dem Weg zum fünften Posten ging es steil hinauf. Ich wusste, dass ich da nie so gut bin. Doch ich versuchte möglichst schnell nach oben zu kommen. Beim achten Posten nahm ich nochmals eine kleine Umlaufroute. Ansonsten lief es ziemlich fehlerfrei. Zum Glück merkte ich mein Knie nur sehr selten. Im Ziel angekommen, dachte ich, dass ich wenige Fehler machte, aber wie immer läuferisch nicht besonders gut unterwegs war. Doch nach einer Pause von wenigen Minuten, schmerzte mein Knie deutlich mehr.

Zurück im WKZ zeigte mir dann ein Blick auf die Rangliste, dass ich sehr gut war. So war ich erster von 11 bisherigen Läufern im Ziel. Dies blieb glücklicherweise bis am Schluss so. So siegte ich zum ersten Mal an einem OL. Am Abend analysierte ich den Lauf nochmals. Ich hatte einfach weniger Fehler wie die meisten der Konkurrenz gemacht. Deshalb reichte es mir schlussendlich zum Sieg. So hatte ich nur bei einem Posten die schnellste Abschnittszeit. Einzig mein Knie machte mir noch etwas Sorgen für die SPM. Am Sonntagmorgen war dann klar, dass ich an der SPM nicht starten kann.

Was war das für ein Wochenende: In meinem Heimskigebiet siegte ich zum ersten Mal an einem OL. Gleichzeitig verletzte ich mich, dass ich am Tag danach nicht starten konnte. Mittlerweile geht es meinem Knie schon wieder viel besser. Vermutlich war es einfach etwas geprellt und brauchte einige Tage Ruhe.

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